Der Schritt hin zum Leben

Den ersten Schritt hinaus aus meiner persönlichen Dunkelheit, hin zum Leben, habe ich vor ein paar Wochen gewagt, indem ich zum ersten Mal über mich, mein Leben und meine Bücher gesprochen habe. Diese Videos aufzunehmen und zu veröffentlichen, war ein unfassbar großer Schritt, der mich sämtliche Selbstüberwindung gekostet hat, denn ich habe nach 44 Jahren das Schweigen gebrochen.

Ich habe aufgehört, die Menschen zu schützen, die mir schreckliches Leid antaten. Sätze aus meiner Kindheit wie: „So schlimm war das doch alles nicht“ ; „Stell dich nicht so an“ ; „Keiner darf etwas erfahren“ ; „Was sollen nur die Leute denken“ usw. haben ausgedient. Ich habe mich dazu entschieden, diesen Stimmen nicht mehr zu folgen. Mit dieser Entscheidung verstummen sie leider nicht, aber ich gehe jetzt anders mit ihnen um. Immer wenn sie aufkommen, sage ich mir: „Doch, es war schlimm, was man mir angetan hat.“

Ich gebe bzw. versuche all dem Leid endlich seine Gültigkeit zu geben. Damit gehe ich einen Weg, den ich nie zuvor gegangen bin, da diese Stimmen ein enorme Macht über mich hatten. Das ist auch nicht verwunderlich, denn in diesen Stimmen schwingen Gefühle mit, die einen vermeintlich zerstören, sobald man ihnen nicht mehr zuhören will. In dem Moment muss man anerkennen, dass einem Schreckliches widerfahren ist. Solange man sich selbst sagt, es war alles nicht so schlimm, schützt man sich, betrügt sich aber gleichzeitig selbst. Das ist fatal, weil man sich damit auf die Seite der Täter stellt. Das zu erkennen und diesen furchtbaren Kreislauf zu durchbrechen hat mich Jahre meines Lebens gekostet. Doch nun stehe ich an dem Punkt, an dem ich es tue. Ich breche aus diesen zerstörerischen alten Mustern aus. Der erste Schritt ist getan, nun folgt der zweite.

Nicht mehr lange und mein SeelenSternHimmel schafft einen neuen Teil im Universum, in dem all die kostbaren Seelensterne leuchten können, die so viel im Leben haben (er)tragen müssen. In diesem Universum bekommt jedes Gefühl seine Gültigkeit und jede Seele die Anerkennung, die sie auch verdient hat. Was ich mit dieser Metapher meine, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt genauer erklären. Ich kann gar nicht beschreiben, wie viel mir dieses Projekt jetzt schon bedeutet. Endlich bringe ich den Mut auf, offen über meine Erfahrungen Überlegungen zu sprechen, in der Hoffnung, den einen oder anderen vielleicht bei seinem (schweren) Lebensweg hilfreiche Impulse, Gedanken, Strategien oder Anregungen zu geben, um in ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu finden, in dem wir uns nicht mehr von Schmerz, Verzweiflung und Leid beherrschen lassen.

In diesem Sinne werde ich mich jetzt weiter um die Vorbereitungen kümmern. Ich freue mich schon riesig auf den Start von SeelenSternHimmel.

Bis dahin wünsche ich dir nur das Beste und vergiss nicht: Du bist der Mittelpunkt deines Lebens!

Petra von SeelenSternHimmel

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